Thrasymachos: Definition der Gerechtigkeit

Start Einleitung Kephalos: Definition der Gerechtigkeit Polemarchos: Definition der Gerechtigkeit Polemarchos: Gerechtigkeit und Techne Die Erziehung des Philosophenkönigs Die Idee des Guten und die Gerechtigkeit Aufgabenbereich der Gerechtigkeit bei Polemarchos Thrasymachos: Definition der Gerechtigkeit Thrasymachos: Die ersten Gegenargumente Thrasymachos: Das Pleonexie-Argument Thrasymachos: Das Kooperationsargument Thrasymachos: Das Ergon-Argument Schluss

Thrasymachos: Definition der Gerechtigkeit

Das Gerechte sei nichts anderes als das dem Stärkeren zuträgliche, (Pol. 338c) heißt Thrasymachos die Gerechtigkeit. Wie ein wildes Tier, um Sokrates und Polemarchos zu zerreißen, so führt Platon den Sophisten Thrasymachos ein. Seine Erscheinung ist „eine bösartige und gehässige Karikatur“. Die Charakterdarstellung dient aber vielmehr zur Unterstreichung der dritten Gerechtigkeitsdefinition. Auch wenn Platon sich den Seitenhieb nicht verkneifen kann, Thrasymachos als Inbegriff des geldgierigen Sophisten (Pol. 337b ) zu zeigen, liegt der Augenmerk nicht auf einer Auseinandersetzung zwischen Sokrates und den Sophisten. Denn Platons Bild von Sokrates wirkt im Thrasymachos-Dialog ebenfalls wie eine Karikatur. Vielmehr braucht Platon einen starken Vertreter, der die These vom Recht des Stärkeren überzeugend vortragen kann.